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Steuergerechtigkeit

Autor: NL

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Ich schlage pünktlich zu Weihnachten :-) das Thema "Steuer(un)gerechtigkeit" als Diskussionsthema vor.

Kernthesen:

Es gibt eine formelle Steuerlast, die jeder zu zahlen hat. Diese ist zwar Hauptstreitpunkt in der Politik, ist aber letztlich Nebensache, denn sie ist nicht dafür ausschlaggebend wer die "materielle Steuerlast" tatsächlich trägt. (=Steuerinzidenz)

Nur durch die Ermittlung der Belastungswirkungen der Besteuerung kann eine Erörterung der Steuergerechtigkeit stattfinden. Der Versuch, ein optimales Steuersystem zu schaffen, ist solange zwecklos, wie die Belastungswirkungen verschiedener Steuerarten nicht bekannt sind.

Formelle und materielle Steuerlast unterscheiden sich also, weil einerseits Überwälzungsvorgänge stattfinden und weil die Besteuerung andererseits Verzerrungen auslöst. Die Steuerinzidenz hängt nicht davon ab, ob die Steuer beim Käufer oder Verkäufer erhoben wird, sondern sie hängt von der Elastizität der Nachfrage und des Angebots ab. Die Steuerlast wird tendenziell von den Marktteilnehmern getragen, deren Elastizitäten gering sind und die deshalb weniger leicht durch Mengenänderungen reagieren können. letztere Gruppen sind praktisch immer auch die Schwachen. Die Steuerlast wird also von den Schwachen getragen.

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Witzigerweise ist das gesamte Thema der "Steuerwirkungslehre" und "Überwälzungen" Inhalt der "Steuerwissenschaft", existiert also an staatlichen Universitäten. In dem Medien hört man praktisch nix davon, obwohl das für die politischen Debatten ganz ganz vorne stehen müsste.

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